How to: Fanart

How to: Fanart

Heute starten wir hier eine neue Reihe, die sich ein wenig mehr in die Designrichtung bewegt. Einmal im Monat wird hier ein neues Fanart-Tutorial kommen. Wer mit Photoshop CS6 oder aktueller arbeitet, sollte die Schritte des heutigen Tutorials problemlos nacharbeiten können.

Die benötigten Dateien, wie Fotos, Brushes, Patterns, Fonts etc. findet ihr ganz unten als zip-Datei, damit ihr auch problemlos Schritt für Schritt mitarbeiten könnt! Und wen das alles nicht interessiert, sondern wer nur das fertige Endprodukt sehen möchte – der findet dieses unten zum Download. (Das Wasserzeichen darf NICHT entfernt werden. Bei Weiterveröffentlichung aber bitte IMMER Quelle und Fotografen nennen – DANKE!)

Step 1 – Background

Als erstes beschäftigen wir uns nun mit dem Hintergrund. Es wird ein hochqualitatives Foto benötigt, welches von den Abmessungen ca. zu der größe eures geplanten Fanarts passt. Merke: kleiner skalieren geht immer, größer möglichst nicht!

Bei mir betragen die Abmessungen DIN A4- Größe in 300 dpi, also für den Druck geeignet. Wer so eine hohe Auflösung nicht benötigt, kann auch die Webauflösung von 72 dpi nutzen.

In diesem Fall habe ich mich für das Foto der Skyline von Toronto entschieden (gefunden auf pixabay.com). Im ersten Schritt ladet ihr dieses Hinergrundbild als neue Ebene in eure Photoshop-Datei.

Design & Komposition: © by Kabinengeflüster

Um nun die Stimmung des Bildes etwas anzupassen, soll der Himmel in einen Gewitterhimmel verwandelt werden. Dies werde ich nun langsam Schritt für Schritt erklären – natürlich auch mit Screenshots aufgelockert. Also beginnen wir.

Wir nehmen nun das erste Bild mit dem Gewitterhimmel und dem Blitz und fügen es als neue Ebene in Photoshop ein. Da dieses Bild nur im Himmel sichtbar sein soll und sich dazu noch mit dem eigentlichen Bild verbinden soll, habe ich als Ebenenmodus „Hartes Licht“ bei einer Deckkraft von 70% gewählt.

Design & Komposition: © by Kabinengeflüster

Wie ihr seht sind nun die Kanten des Bildes noch deutlich sichtbar. Dies passen wir an, indem der Ebene eine Ebenenmaske hinzugefügt wird. Auf dieser kann man durch den Pinsel (schwarz macht unsichtbar – weiß macht sichtbar) den Übergang weicher gestalten. Meine Pinseleinstellungen sind dabei wie folgt: Härte – 0%, Deckkraft – 100% und Fluss – 10%. So kann man zur Not mehrfach über die zu bearbeitende Stelle gehen, ohne direkt zu viel zu entfernen und dadurch harte Kanten zu erhalten. Auch müssen in diesem Fall die Elemente der Skyline vorsichtig vom Hintergrund freigemacht werden. Die Blitze sind ja schließlich hinter den Gebäuden und nicht davor…

Um das Bild insgesamt möglichst realistisch aufzubauen, benötigen wir natürlich auch noch die Spiegelung des Himmels im Wasser. Das geht auch eigentlich ganz einfach. Zuerst duplizieren wir die Ebene des Gewitterhimmels mit Strg+J bzw. Apple+J, dann wird diese durch Strg+T bzw. Apple+T transformiert. Ist man in dem Transformationsmodus, so kann man die Ebene mit Rechtsklick -> „Vertikal spiegeln“ spiegeln. Dann muss die Ebene nur noch passend positioniert werden und mögliche Kanten durch die Ebenenmaske wieder angepasst werden. Der Ebenenmodus bleibt wie gehabt, nur die Deckkraft wird auf 30% reduziert. Wenn man dies alles getan hat, sieht es dann wie folgt aus:

Design & Komposition: © by Kabinengeflüster

Nun soll noch die Farbstimmung des Himmels einem Gewitter angepasst werden, dazu fügen wir das zweite Gewitter-Foto als neue Ebene ein. Um dabei ausschließlich die Stimmung des Bildes für den Himmel zu übernehmen wird der Ebenenmodus „Weiches Licht“ bei einer Deckkraft von 80% gewählt. Die harten Kanten, die durch die Fotokanten entstehen, werden wieder mit einer Ebenenmaske bearbeitet und somit weicher dargestellt. Dabei muss darauf geachtet werden, dass auf der Wasseroberfläche noch keine Elemente des Bildes zu sehen sind.

Design & Komposition: © by Kabinengeflüster

Für die Spiegelung im Wasser erfolgt derselbe Schritt, wie beim ersten Foto. Die Ebene wird dupliziert, gespiegelt und dann passend auf der Wasseroberfläche angeordnet. Das alles bei einer reduzierten Deckkraft von 20%. Die überflüssigen Kanten werden wieder durch eine Ebenenmaske entfernt.

Design & Komposition: © by Kabinengeflüster

Als letztes Element im Hintergrund wollen wir nun noch den Tornado hinzufügen. Dafür wird auch dieses Bild als weitere Ebene in Photoshop hinzugefügt. Auch der Tornado soll weiterhin nur im Himmel sichtbar sein, deswegen wurde als Ebenenmodus „Ineinanderkopieren“ bei einer Deckkraft von 80% gewählt. Das Element wird nun an der gewünschte Stelle positioniert und die Kanten wieder mit Hilfe einer Ebenenmaske unkenntlich gemacht.

Design & Komposition: © by Kabinengeflüster

Um die Spiegelung im Wasser zu erhalten, wird genauso vorgegangen wie bei den Malen davor. Ebene duplizieren und spiegeln, passend positionieren und überflüssige Kanten auf der Ebenenmaske entfernen. Das ganze bei einer Deckkraft von 20%.

Design & Komposition: © by Kabinengeflüster

Die Gestaltung des Hintergrundes ist nun abgeschlossen, weswegen wir alle Hintergrundebenen mit Strg-G bzw. Apple-G gruppieren sollten. Auf diese Gruppe wenden wir nun noch ein paar Korrektur-Ebenen an. Die folgenden Ebenen werden dabei auch ausschließlich auf die Gruppe angewendet!

Beginnen werden wir dabei mit dem Farbton und der Sättigung. Hier geben wir folgende Werte ein, um den gewünschten Effekt zu erhalten.
Farbton: -9 | Sättigung: 0 | Helligkeit: -10

Design & Komposition: © by Kabinengeflüster

Als zweites wird die Belichtung des Bildes korrigiert. Hier müssen folgende Werte eingegeben werden, um das gleiche Ergebnis zu erhalten:
Belichtung: +0,77 | Spreizung 0,0000 | Gammakorrektur: 0,9

Design & Komposition: © by Kabinengeflüster

Step 2 – Motiv

Fertig ist der Hintergrund und weiter geht’s mit dem Motiv. Dafür muss das ausgesuchte Foto als Ebene in Photoshop eingefügt werden.

Foto: Wolfgang Stumbillig | Design & Komposition: © by Kabinengeflüster

Damit Motiv und Hintergrund optimal zueinander passen – und der störende Hintergrund des Fotos verschwindet – muss als erstes das Motiv freigestellt werden. Dafür gibt es so viele verschiedene Möglichkeiten, die ich euch nun nicht alle erklären kann. Ich habe in diesem Fall das „Schnellauswahlwerkzeug“ genutzt und anschließend die Kanten auf der Ebenenmaske nochmals angepasst.

Foto: Wolfgang Stumbillig | Design & Komposition: © by Kabinengeflüster

Nun ist auch noch deutlich zu erkennen, das die Farbstimmungen der beiden Bilder noch nicht zu 100% passen. Deswegen werden nun einige Korrekturebenen ausschließlich auf das Motiv angewendet. Beginnen tun wir in diesem Fall mit der Anpassung von Farbton/Sättigung. Die Werte dafür lauten wie folgt:
Farbton: -2 | Sättigung: 0 | Helligkeit: –

Foto: Wolfgang Stumbillig | Design & Komposition: © by Kabinengeflüster

Danach folgt dann die Farbbalance. Dort habe ich ausschließlich die Farbbalance der Mitteltöne angepasst. Und zwar mit folgenden Werten:
Cyan-Rot: +36 | Magenta-Grün: -1 | Gelb-Blau: +9

Foto: Wolfgang Stumbillig | Design & Komposition: © by Kabinengeflüster

Als nächstes machen wir weiter mit der Anpassung von Helligkeit und Kontrast. Die Werte hier lauten:
Helligkeit 7 | Kontrast: 9

Foto: Wolfgang Stumbillig | Design & Komposition: © by Kabinengeflüster

Nun kommt noch eine letzte Anpassung des Motivs. Nämlich die Tonwertkorrektur. Dazu klickt man auf die weiße-Pipette am linken Rand und wählt dann eine weiße Fläche auf dem Motiv aus. Das gleiche wiederholt man dann auch noch mit der schwarzen Pipette. So ist der Tonwert deutlich angepasster und harmoniert besser mit dem Hintergrund.

Foto: Wolfgang Stumbillig | Design & Komposition: © by Kabinengeflüster

Diese Korrekturebenen und das Motiv selbst werden wieder gruppiert. Auf dieser Ebene wenden wir dann einen Ebeneneffekt an – nämlich „Schein nach Außen“. Hierzu werden folgende Einstellungen vorgenommen:

Struktur: Füllmethode: Negativ multiplizieren | Deckkraft: 20% | Rauschen: 0 | Farbe: #ffe266

Elemente: Technik: Weicher | Überfüllen: 0 % | Größe: 206 px

Foto: Wolfgang Stumbillig | Design & Komposition: © by Kabinengeflüster

Ein letzter Schritt betreffend Motiv und Hintergrund ist diese Korrekturebene, die auf die ganze Datei angewendet wird, um das Bild mehr zum Leuchten zu bringen. Diese Korrektur erfolgt in den Gradationskurven, die nun in den Höhen des Bildes noch etwas aufgehellt (nach oben geschoben) und in den Tiefen noch etwas abgedunkelt (nach unten ziehen) werden. Dies erfolgt vollkommen nach eigenem Empfinden. Macht es so, wie ihr es schön findet ;).

Foto: Wolfgang Stumbillig | Design & Komposition: © by Kabinengeflüster

Step 3 – Details

Nachdem wir uns nun um Hintergrund und Motiv gekümmert haben, geht es nun an die Bild-Details. Hierfür nutzen wir nun die Brushes aus dem Ordner, um noch dezenten Nebel über dem Wasser in das Bild hineinzufügen.

Die erste Ebene mit weißem Nebel wird direkt hinter das Motiv gelegt. Das Ganze in meinem Fall bei einer Deckkraft von 70%. Das ist allerdings abhängig davon was euch gefällt und welchen Brush ihr nutzt.

Design & Komposition: © by Kabinengeflüster

Eine weitere Ebene weißer Nebel wird direkt über das Motiv gelegt. Entstehen dabei durch den gewählten Pinsel unschöne Kanten, so können diese mit einer Ebenenmaske entfernt werden.

Foto: Wolfgang Stumbillig | Design & Komposition: © by Kabinengeflüster

Um den Nebel farblich noch etwas anzupassen, nehmen wir mit der Pipette einen Farbton aus dem Himmel auf und fügen noch eine weitere Ebene mit Nebel hinzu. Die Deckkraft variiert dabei wieder je nachdem welchen Pinsel ihr wählt.

Foto: Wolfgang Stumbillig | Design & Komposition: © by Kabinengeflüster

Step 4 – Text

Nun wird noch der Schriftzug hinzugefügt. Dabei gilt einfach: Schreibt das was ihr möchtet und ordnet es so an, wie ihr es schön findet 😉

Foto: Wolfgang Stumbillig | Design & Komposition: © by Kabinengeflüster

Damit der Text ebenfalls leuchtet und somit besser ins Bild passt, wird der Ebeneneffekt „Schein nach Außen“ hinzugefügt. Dort werden folgende Einstellungen vorgenommen, um das gewünschte Ergebnis zu erreichen:

Struktur: Füllmethode: Negativ multiplizieren | Deckkraft: 100% | Rauschen: 25% | Farbe: #e36f67

Elemente: Technik: Weicher | Überfüllen: 7 % | Größe: 84 px

Foto: Wolfgang Stumbillig | Design & Komposition: © by Kabinengeflüster

Step 5 – Ergebnis

Und hier nun einmal das fertige Fanart. Den Download-Link findet ihr unten.

Foto: Wolfgang Stumbillig | Design & Komposition: © by Kabinengeflüster

Das war’s dann mit diesem Tutorial. Nächsten Monat gibt es dann das nächste. Und haltet die Augen offen. Über das Motiv dürft ihr entscheiden. Dafür werden Abstimmungen auf Facebook und Instagram folgen.

Downloads

Hier könnt ihr euch den Material-Ordner downloaden:
http://bit.ly/2sBuZr7

Und hier dann das fertige Fanart:
http://bit.ly/2AKZ0sK

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