Saisonvorschau 2019/2020

Saisonvorschau 2019/2020

Auch wenn ihr lange nichts von uns gehört habt, soll es hier pünktlich zur neuen Saison weiter gehen. Wir wollen versuchen wieder alle 10 bis 14 Tage einen neuen Beitrag zu posten. Thematisch werden euch dabei neben weitere Standortbetrachtungen, Spielervorstellungen und “Was macht eigentlich…”-Storys auch die ein oder andere Überraschung erwarten – Anregungen nehmen wir natürlich gerne entgegen. 😉 

Aber nun zum eigentlichen Thema – der Saison 2019/2020 

Nachdem vergangenes Wochenende die erste Runde des DHB-Pokals letztmalig in Form der First Four-Turniere ausgetragen wurde, sind spätestens gestern alle Teams in die neue Saison gestartet. Aber was heißt das für die Fans? Neue Saison = Neue Teams, neuer Name, neue Gesichter! Nach sieben Jahren DKB Handball-Bundesliga steht zukünftig Liqui Moly als Namenssponsor auf dem Programm. Aber nicht nur auf dem Ärmel steht ein neuer Name, bei jedem Verein steht auch auf dem Trikotrücken der ein oder andere neue (oder auch alt bekannte) Name. Prominentester Neuzugang dürfte wohl Uwe Gensheimer sein, der nach einigen Jahren bei Paris St. Germain in seine Heimat zurückgehrt und wieder das gelb-blaue Trikot der Rhein-Neckar Löwen überstreifen wird. 

Aber auch wenn wir mit Romain Lagarde, Michal Jurecki oder Jannek Klein sowohl international bekannte wie auch national vielversprechende Spieler begrüßen dürfen, mussten wir mit der abgelaufenen Saison Abschied von alten Bekannten nehmen. So wird die neue Spielzeit 2019/2020 die erste seit elf Jahren ohne Alfred Gislason an der Seitenlinie des THW Kiels, nach zehn Jahren die erste ohne Torge Johannsen auf der rechten Außenbahn der TSV Hannover-Burgdorf und auch nach neun Jahren die erste Saison ohne Dalibor Doder bei GWD Minden sein. Ein weiterer Name, der über viele Jahre ein prägendes Gesicht der Handball-Bundesliga war, wurde im Sommer auch bei der SG Flensburg-Handewitt verabschiedet – Tobias Karlsson beendete nach über 17 Jahren Profitum seine Karriere. 

Alles neu – Aber wer macht das Rennen? 

Kommen wir zu den entscheidenden Fragen und unserer bescheidenen Einschätzung dazu: 

  • Wer wird Deutscher Meister? 
  • Wer holt sich den DHB Pokal? 
  • Wer steigt in die 2. Handball-Bundesliga ab? 
  • Wer steigt in die Liqui Moly Handball-Bundesliga auf? 
  • Wer steigt in die 3. Liga ab?

Der Kampf um die Deutsche Meisterschaft wird wohl ähnlich wie in den letzten Jahren wieder sehr eng werden, wenn nicht gar noch enger. Zu dem Trio SG Flensburg-Handewitt, THW Kiel und Rhein-Neckar Löwen gesellen sich in diesem Jahr wohl noch der SC Magdeburg und im weiteren Kreis auch noch die MT Melsungen und die Füchse Berlin, sofern die beiden frei von größeren Verletzungssorgen bleiben. – Unser Tipp: THW Kiel. 

Auch im Rennen um den DHB Pokal stehen die bekannten Gesichter wieder hoch im Kurs. Eine entscheidende Rolle in diesem Wettkampf wird auf jeden Fall das Losglück spielen. Mit viel Glück könnte damit vielleicht sogar der Zweitligist ASV Hamm-Westfalen vom großen Spiel in Hamburg träumen. Dennoch wird der Titel wohl auch hier unter den großen Clubs ausgemacht. – Unser Tipp: SC Magdeburg. 

Lasst uns auch einen Blick ans andere Ende der Tabelle werfen. Auch dieses Jahr wird es wieder zwei Absteiger geben müssen und auch dieses Jahr wird der Kampf um die so wichtigen Punkte sicherlich eng werden. War es in der vergangenen Saison letzten Endes ein einziges Tor, dass über den Klassenverbleib der Eulen aus Ludwigshafen entschied, wird es wohl auch in dieser Spielzeit sehr eng werden. Besonders die beiden Aufsteiger HBW Balingen-Weilstetten und die HSG Nordhorn-Lingen werden alles dafür geben, sich gegen die Eulen Ludwigshafen, den TVB Stuttgart oder auch Teams wie den Bergischen HC und GWD Minden durchzusetzen. – Unser Tipp: HBW Balingen-Weilstetten und Die Eulen Ludwigshafen. 

Aber nicht nur in der Liqui Moly Handball-Bundesliga geht es um Titel, Träume und den Kampf um den Klassenerhalt, auch in der 2. Handball-Bundesliga kämpfen die Teams um wichtige Punkte. Nachdem bereits in der vergangenen Saison einige Vereine lange um den Aufstieg ins deutsche Handball-Oberhaus mitgespielt haben, haben auch in dieser Spielzeit wieder mehrere Clubs ihre Ambitionen bekundet. Seien es die beiden Absteiger SG BBM Bietigheim und VfL Gummersbach, der Altmeister TUSEM Essen oder HSC 2000 Coburg und ASV Hamm-Westfalen, die beide bereits im letzten Jahr lange oben mitgespielt haben. – Hier gehen unsere Meinungen auseinander, unsere Tipps: ASV Hamm-Westfalen, TUSEM Essen, HSC 2000 Coburg. 

Und auch in der 2. Handball-Bundesliga geht es nicht nur den Kampf um die oberen Plätze, auch im Tabellenkeller wird es um jeden Punkt gegen den Abstieg gehen. Gab es in der letzten Saison noch fünf Abstiegsplätze und damit verbunden einen engeren Kampf als zuvor, sind es jetzt nur noch zwei Absteiger. Diese Tatsache wird jedoch nicht zwangsläufig für Entspannung am Tabellenende sorgen. – Unser Tipp: HSG Konstanz und HSG Krefeld 

Das wird aber nicht alles sein – auch in der Tabellenmitte wird es wohl erstmals zum großen Kampf um den finalen Platz am Saisonende kommen. Durch die Pokalreform zur Saison 2020/2021 wird es wohl noch spannender als zuvor werden, kann im Zweifelsfall vielleicht sogar ein einziges Tor nun über die Teilnahme am DHB-Pokal im nächsten Jahr entscheiden. Der Grund dafür? Künftig sind nur noch die Plätze 1 bis 12 der 2. Handball-Bundesliga als Teilnehmer im DHB-Pokal gesetzt. 

Was lässt sich festhalten? 

Kommen wir auf den Punkt – die Saison 2019/2020 verspricht neben einem neuen Namen und vielen neuen Gesichtern vor allem große Spannung und einen harten Wettkampf auf allen Ebenen. Nicht nur im Kampf um Titel werden die Teams alles geben, auch im Tabellenkeller wird es wieder eng werden und diesmal auch im Mittelfeld der 2. Handball-Bundesliga ordentlich zur Sache gehen. Wir sind gespannt und freuen uns auf hochklassigen Handball, umkämpfte Derbys und große Momente. 

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